Schnittstellen

Einleitung

Moderne Labore benötigen smarte Prozesse und Abläufe um ihre täglichen Aufgaben wie Auswertungen, Berichte und Dokumentation zu bewerkstelligen. Dafür ist oftmals das Zusammenwirken mehrerer Abteilungen und/oder Softwareanwendungen sinnvoll und erforderlich. Damit verschiedene Programme und Anwendungen miteinander kommunizieren können und unterschiedliche Daten verarbeiten können, benötigen sie standardisierte Schnittstellen.

Diplomaten der Softwarekommunikation

Schnittstellen sind immer da zu finden, wo unterschiedliche Systeme eine Verbindung brauchen. Das kann hardwareseitig bei Maschinen und Computern sein, oder eben auf Softwareebene. Im englischen werden sie auch als Interfaces bezeichnet und das charakterisiert ihre Arbeit sehr viel besser. Man kann sie auch als Diplomaten bezeichnen, die für eine reibungslose Kommunikation zuständig sind. Interfaces, müssen für genau den Teil, an dem unterschiedliche Systeme einen Berührungspunkt haben, die Kommunikation herstellen. Softwareschnittstellen unterscheiden sich anhand der Informationen, die sie zum Austausch bereitstellen.

Datenorientiert: Sie tauschen passiv einfache Informationen aus, die für die Funktion der beteiligten Systeme erforderlich sind. Das können Daten oder einfache Funktionen sein.

Prozessorientierte: Hier wird eine interaktive Kommunikation ermöglicht, die für die Funktionalität der beteiligten Systeme auf unterschiedlichen Plattformen erforderlich ist. Dazu gehört beispielsweise das Internetprotokoll.

Programmorientierte: Sie ermöglichen den gegenseitigen funktionalen Austausch verschiedener Komponenten in einem System. Diese Schnittstellen sind erforderlicher Bestandteil modularer Softwaresysteme, wie sie auch in Laboren zum Einsatz kommen.

Klare Strukturen und Prozesse

Sauber angelegte Prozesse sparen Zeit, verhindern Redundanzen und reduzieren Kosten. In Laboren können diese Faktoren erfolgskritisch sein. Für nahezu alle Aufgaben und Anwendungsbereiche lassen sich am Markt digitale Lösungen finden. Doch kein Labor kann effizient arbeiten, wenn die einzelnen Systeme nicht miteinander kommunizieren und Daten austauschen können.

Die Digitalisierung der Arbeitsprozesse braucht ununterbrochene Prozessketten und die erfordern ein klares Schnittstellenmanagement. Nur so ist es möglich, für jede Anforderung die optimale Labor Software einzusetzen, proprietäre Software zu vermeiden und nicht auf one size fits all zu setzen bzw. einen oder wenige Anbieter. Schnittstellen stellen dann die Verbindung der Labor Software und der eingesetzten Tools sicher. Je nach Situation müssen die eingesetzten Systeme über eine API-Schnittstellen auch mit Anwendungen aus ganz anderen Bereichen wie Office-Programme, CRM oder ERP-Umgebungen klarkommen.

Es herrscht Vielfalt

Automation ist eine der erfolgskritischen Faktoren von Labor Software. Um diese Sicherzustellen bieten nahezu alle Anbieter mehr oder weniger offene Schnittstellen an und versuchen proprietäre Anwendungen zu vermeiden. Datentransfers werden meist direkt über die eingesetzte Laborsoftware abgewickelt und dann beispielsweise mittels XML oder CSV zur Bearbeitung weitergereicht. Die Vielfalt der angewendeten APIs macht es den Laborbetreibern trotzdem nicht immer leicht. Neben den Übertragungsstandards und der Übertragungsgeschwindigkeit kann Software mit leichter Integrationsfähigkeit überzeugen. Allein für die Anbindung der Laborgeräte gibt es eine unüberschaubare Anzahl von Interfaces, die untereinander nicht immer reibungslos funktionieren und dann nicht selten einen hohen Anpassungsaufwand nach sich ziehen. Dazu kommt, dass Labore immer öfter auch über das Internet mit externen Systemen verbunden werden und dabei oftmals Daten in Realtime ausgeben müssen.

Das offene Schnittstellensystem von HM Software

Das Unternehmen HM Software hat dafür und zahlreiche andere Anforderungen von Labor Software ein quelloffenes Schnittstellenkonzept entwickelt. Mit dieser offenen Systemarchitektur und einem offenen Erweiterungskonzept ist es den Laboren möglich, Anpassungen an der HM Software und ihren Schnittstellen selbst durchzuführen. Dabei gilt immer, nur die Komponenten zu wählen, die im Labor benötigt werden. Assistenzsysteme unterstützen bei der Implementierung der Schnittstellen, notfalls mit direkter Unterstützung durch HM Software.

Die Labor Software ist mit zahlreiche Standardfunktionen ausgestattet, die Daten aus unterschiedlichen Systemen einlesen können. Die spezielle Konfiguration auf Basis des offenen Quellcodes bereitet die Daten zur Weiterverarbeitung auf. Spezielle Übersetzungsfunktionen sorgen für die Umwandlung der Daten zur reibungslosen Kommunikation mit den Interfaces.